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Presseankündigung, 19. September 2016

Was braucht der Mensch? Medizingeschichte – Medizin & Frieden – Medizinethik

5. Internationaler IPPNW-Kongress „Medizin und Gewissen“, 14. und 15. Oktober 2016

Vor 70 Jahren begann der Nürnberger Ärzteprozess. Mit ihm wurde der bahnbrechende Nürnberger Kodex in das Völkerrecht eingeführt, in dessen Zentrum die freiwillige und informierte Einwilligung des Patienten nach bestmöglicher Aufklärung steht. Die Auseinandersetzung mit der Medizin im Nationalsozialismus und ihren Auswirkungen prägte von Anfang an das Selbstverständnis der Kongressreihe "Medizin und Gewissen". Am 14. und 15. Oktober 2016 findet in Nürnberg der 5. Internationale IPPNW-Kongress mit 40 ReferentInnen und über 350 TeilnehmerInnen statt. Dr. Michael Wunder, langjähriges Mitglied der „Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin“, und andere Fachleute werden der Frage nachgehen, welche Bedeutung dem Nürnberger Kodex bis heute zukommt.

Ein zweiter Themenstrang beschäftigt sich mit ethischen Fragen im Medizinalltag. In dem Vortrag des renommierten Datenschutzexperten Dr. Thilo Weichert geht es z.B. um "Die Vermessung des Menschen – Big Data und die Vertraulichkeit in der Medizin".  Der Reproduktionsmediziner Prof. Dr. Ralf Dittrich beschäftigt sich unter der Überschrift "Wunschkind zum Wunschtermin?" mit dem sogenannten "Social Freezing".

Ein weiterer Themenschwerpunkt des diesjährigen Kongresses gilt der besonderen Rolle der Menschen in Gesundheitsberufen als FriedensstifterInnen. Eine der Referentinnen ist Dr. Monika Hauser, Gründerin der Frauenrechtsorganisation medica mondiale und Trägerin des Alternativen Friedensnobelpreises. Sie wird über traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten sprechen, aber auch über den Umgang mit geflüchteten Frauen in Deutschland, ihr Recht auf eine sichere Unterbringung, Privatsphäre, Schutzräume und Informationsangebote. Den Kongress beenden wird Prof. Dr. Klaus Dörner, Nestor der deutschen Sozialpsychiatrie und Schirmherr des Kongresses. Er spricht zum Thema "Wenn Ärzte nur das Beste wollen".

Auf dem Kongress wird zudem der Preisträger des "Medizinischen Friedenspreises" bekannt gegeben und verliehen. Mit dem Preis werden Personen oder Organisationen im Gesundheitssektor ausgezeichnet, die einen herausragenden Beitrag zum Frieden geleistet haben.

Am Freitag, 14. Oktober 2016 um 11 Uhr findet im Konferenzsaal, Klinikum Nürnberg-Nord, Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1,  90419 Nürnberg, eine Pressekonferenz statt. Eine gesonderte Einladung folgt. Wir bitten Sie um Ankündigung des Kongresses und Berichterstattung.

Weitere Informationen über den Kongress und die Referenten finden Sie unter www.medizinundgewissen.de Gerne vermitteln wir Ihnen auch ein Interview mit einem/einer der Vortragenden.

Pressekontakt:
Angelika Wilmen, Pressesprecherin, IPPNW, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin Körtestr. 10, 10967 Berlin, Mobil: 0162 – 205 79 43, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

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Presse

Ohne Ärzte im Ehrenamt geht nichts, Ärzte Zeitung, 25.11.2016
Medizin und Gewissen
, Bayrisches Ärzteblatt 11/2016
Giorgos Vichas: Initiator einer Poliklinik für Arme und Bedürftige, Deutsches Ärzteblatt, 4. November 2016
Griechischer Arzt erhält Friedenspreis, Ärztezeitung, 17. Oktober 2016
Wie Ärzte die Ethik hochhalten können, Nürnberger Nachrichten, 17. Oktober 2016
Fotos im Rotkreuz-Museum ecken an, Nürnberger Zeitung, 17. Oktober 2016
Griechischer Arzt wird ausgezeichnet
, Biermann Medzin, 14. Oktober 2016
Nicht immer geht´s ums Wohl der Nutzer, Nürnberger Zeitung, 12. Oktober 2016
Medizin, Macht und Moral
, Dr. med. Mabuse, Sept./Okt. 2016
6 Fragen an Wolf-Dieter Ludwig
, IPPNW-Forum Nr. 147, Sept. 2016
Alle (fünf) Jahre wieder. Der Kongress "Medizin und Gewissen": Ein Interview, IPPNW-Forum Nr. 145, März 2016