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Ernst-Ludwig Iskenius
Der Arzt Ernst-Ludwig Iskenius, geboren 1952, arbeitete schon seit Beginn des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien mit Flüchtlingen, zunächst in Kroatien und Bosnien für verschiedene Hilfsorganisationen. 1998 gründete er Refugio, die Kontaktstelle für Traumatisierte Flüchtlinge in Villingen-Schwenningen und ist deren ärztlicher Leiter. Refugio berät und betreut medizinisch, sozial und rechtlich Menschen, die unter den Folgen von Flucht, Folter, Misshandlungen, Vertreibung, Vergewaltigung leiden und wird vom Europäischen Flüchtlingsfonds gefördert. Das Einzugsgebiet umfasst mehrere Landkreise zwischen Freiburg, Konstanz und Stuttgart. Das Tätigkeitsfeld von Ernst-Ludwig Iskenius umfasst unter anderem Medizinische (Erst-) Untersuchung und Diagnostik, Anamnesen, Sicherstellung und Organisation der medizinischen Versorgung, Krisenintervention in existentiell bedrohlichen Situationen, das Erstellen von Gutachten bzw. ärztlichen Stellungnahmen, Kooperation mit Gesundheitsbehörden, Kliniken und Ärzten, Organisation von Fortbildungsangeboten zu kulturspezifischen, ausländerrechtlichen und traumabezogenen Fragestellungen.
Ernst-Ludwig Iskenius ist Vorstandsmitglied der BAFF (Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer) und Mitglied im AK Flüchtlinge der IPPNW. Im August 2005 war Ernst-Ludwig Iskenius einer der Mitbegründer des Triregio-Netzwerks, eines Forums von PsychotraumatologInnen, die in der Nordwestschweiz, in Südbaden und im Elsass tätig sind.
