KULTUR DES FRIEDENS

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Sunday, 17. November 2019

###EXSPALTE###
Bericht von der Tagung "Medizin und Gewissen"

Patientennutzen hat offenbar für den Bundesgesundheitsminister keine Bedeutung

Ärzt*innen sollen Gesundheitsapps verschreiben, ohne dass sie deren Nutzen und Risiken für die Patient*innen kennen

Ärzt*innen sollen auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen Apps verschreiben können, bevor deren Nutzen und Risiken für die Patient*innen geklärt ist! Das ist eine der zentralen Botschaften, die die staunenden Teilnehmer*innen der Tagung „Medizin und Gewissen“ am Samstag in Nürnberg zu hören bekamen. Außerdem müssen nach den Plänen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn alle Krankenkassen bis spätestens 2021 ihren Versicherten eine elektronische Gesundheitsakte (ePA) zur Verfügung stellen. Es herrscht geradezu „Goldgräberstimmung“. Jeder will der Erste sein! Auch dies, ohne dass deren Nutzen nachgewiesen ist!

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IPPNW-Pressemitteilung vom 05.11.2019

Digitale-Versorgung-Gesetz: Verstoß gegen das Völkerrecht

Bundesgesundheitsminister missachtet ethische und juristische Vorgaben

„Das am Donnerstag, dem 7. November 2019 im Bundestag in abschließender Lesung zur Verabschiedung anstehende Digitale-Versorgung-Gesetz des Bundesgesundheitsministers verstößt sowohl gegen den völkerrechtlich verbindlichen „Nürnberger Kodex“ als auch gegen das 1983 vom Bundesverfassungsgericht formulierte Recht auf informationelle Selbstbestimmung“, betont Prof. Dr. Hannes Wandt, langjähriger Arzt und Forscher in der Klinik für Onkologie des Klinikums Nürnberg und Mitveranstalter der jüngst abgehaltenen IPPNW-Tagung Medizin und Gewissen. „Es muss daher in der vorliegenden Fassung zurückgezogen werden,“ ergänzt Wandt.

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Tagungsleiter: Prof. Dr. med. Hannes Wandt

Unterstützt durch: Ärztlicher Bezirksverband Mittelfranken (Unterstützung bei den Einladungen), Klinikum Nürnberg (1.000 €), Kost-Pocher‘sche Stiftung (2.500 €), Theo und Friedl Schöller-Stiftung (3.000 €)