A- | A | A+
Plenum 3

Big Data – Big Error: Was bedeutet Big Data für Forschung und Versorgung?

Prof. Dr. rer. nat. Gerd Ante

Unter den Schlagworten Big Data, Digitalisierung, personalisierte Medizin und künstliche Intelligenz hat sich eine neue Welt entwickelt, die goldene Zeiten für unsere Gesundheitsversorgung verspricht, dafür aber die Eckpfeiler unseres wissenschaftlichen Denkens außer Kraft setzt.

Das Zeitalter der Kausalität ist Vergangenheit, dank unbegrenzter Datenmengen wird Korrelation zu Kausalität. Der damit erzeugte Hype hat zu einer faszinierenden Kritiklosigkeit geführt. Die Daten-Sintflut macht Theorie und Wissenschaft obsolet. Eine rationale, auf Fakten und Daten gegründete, wissenschaftliche Betrachtung des versprochenen Nutzens versus Risiken und Kosten sucht man vergeblich. Statt Nutzenversprechen ohne Belege brauchen wir eine sorgfältige wissenschaftliche Abwägung des erwarteten Nutzens gegenüber den zu erwartenden Kosten und Risiken.

zurück

Presseecho

- Mehr Patienten-Daten bedeuten nicht unbedingt mehr Wissen
Bei der Tagung "Medizin und Gewissen" wurde der Digitale Fortschritt kritisch gesehen.
Nürnberger Nachrichten, 23.10.2019
- Nürnberger Ärztekongress warnt:
Medizin-Apps und Video-Doc: Gesunde Skepsis ist angebracht
Nürnberger Zeitung 19.10.2019
- Patientendaten sind allzu leichte Beute
IT-Sicherheitsexperte kritisiert unüberlegte Digitalisierung im Gesundheitswesen
Nürnberger Zeitung, 18.10.2019
- Spahn, die Digitalisierung und das Stockholm-Syndrom
Wissenschaft.de, 20.10.2019